Erkennung beruflicher Qualifikationen zur Unterstützung der Arbeitskräftemobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt

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In Deutschland können Ausbildungsabschlüsse in folgendem Rahmen erworben werden:

  • - im dualen Berufsausbildungssystem.

Übergreifende Inhalte in der dualen Berufsausbildung:

  1. Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsbestimmungen
  2. Planung und Durchführung von Geschäftstätigkeiten
  3. Berufsbezogene Fremdsprache
  4. Persönliche und soziale Kompetenzen

Der Rahmenlehrplan für Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sieht diese allgemeinen Ziele der Berufsausbildung vor:

Die Auszubildenden…

  • arbeiten und kommunizieren im Rahmen der beruflichen Tätigkeit inner- und außerbetrieblich mit anderen Personen, auch aus anderen Kulturkreisen;
  • beraten und betreuen Kunden, analysieren Kundenanforderungen, montieren und installieren elektrische Anlagen, Geräte und Komponenten;
  • der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik konzipieren energie- und gebäudetechnische Systeme, installieren, parametrieren, programmieren und testen deren Komponenten;
  • wenden technische Regelwerke und Bestimmungen, Datenblätter und Beschreibungen, Betriebsanleitungen und andere berufstypische Informationen auch in englischer Sprache an;
  • wenden aktuelle Informations- und Kommunikationssysteme zur Beschaffung von Informationen, Bearbeitung von Aufträgen, Dokumentation und Präsentation der Arbeitsergebnisse an;
  • führen auch rechnergestützt technische Berechnungen zur Konzeption fachrichtungstypischer Systeme, Anlagen, Geräte und Komponenten und Berechnungen zur Kostenkalkulation durch;
  • beachten bei der Planung und Durchführung der Arbeit ergonomische, ökonomischer, ökologische und gesellschaftliche Aspekte; sie minimieren durch Verwendung geeigneter Materialien, verantwortungsbewusstes Handeln und Beachtung von Vorschriften des Umweltschutzes negative Auswirkungen des Arbeitsprozesses auf die Umwelt;
  • installieren und konfigurieren Har- und Softwarekomponenten;
  • sichern durch Einhaltung von Errichtungs- Prüf- und Wartungsvorschriften die störungsfreie Arbeit der Systeme;
  • entwickeln für die Inbetriebnahme und Prüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen, die Fehlersuche und die Beseitigung von Störungen begründete Vorgehensweisen, wenden Prüf- und Messverfahren an; sie leiten aus Fehlerdiagnosen Folgerungen für die Fehlerbeseitigung ab.

 

Detailliertere Ausbildungsinhalte im Beruf des Elektronikers in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sind in der Prüfungsordnung dargestellt. Darin ist detailliert beschrieben, welche Kompetenzen der Prüfling nachweisen muss. Die Prüfungsordnung gibt auch den genauen Inhalt der Prüfung, die aus den Teilen 1 und 2 besteht, vor:

 

Elektroniker (Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik)

 

Prüfungsteil 1 der Gesellenprüfung (am Ende des zweiten Ausbildungsjahres)

Um nachzuweisen, dass er funktionstüchtige elektrische Systeme konzipieren kann, muss der Prüfling:

  • technische Dokumentationen analysieren; technische Parameter definieren; Arbeitsprozesse planen und koordinieren und Material und Werkzeug disponieren.
  • Anlagen installieren, verkabeln, verbinden und einrichten; Unfallschutz- sowie Arbeitsschutzvorkehrungen und Umweltschutzbestimmungen erfüllen.
  • Schutzmaßnahmen bei elektrischen Systemen und Geräten bestimmen und elektrische Schutzeinrichtungen prüfen.
  • elektrische Systeme analysieren, Funktionsprüfungen durchführen, Diagnose und Fehlerbehebung durchführen.
  • Produkte in Betrieb nehmen und übergeben; durchgeführte Kundenaufträge dokumentieren und erläutern.
  • technische Dokumente inklusive Prüfprotokolle vorbereiten.

 

Prüfungsteil 2 der Gesellenprüfung (am Ende der Ausbildung)

Der Prüfling muss seine Kompetenzen in folgenden vier Prüfungsbereichen nachweisen:

  • Kundenauftrag
  • Systementwurf
  • Funktions- und Systemanalyse
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

a) Prüfungsbereich Kundenauftrag

  • Kundenaufträge analysieren; Informationen aus verfügbaren Dokumenten einholen; technische und organisationale Benutzeroberflächen; Auswahl von Schnittstellen nach ökonomischen, technischen und ökologischen Gesichtspunkten
  • Definition von untergeordneten Aufgaben; Planung und Koordinierung der Auftragsausführung; Vorbereitung von Planungsunterlagen einschließlich der Arbeitsorganisation und Verantwortlichkeiten an den einzelnen Arbeitsstationen
  • Auftragsausführung; Überprüfung und Dokumentation der Funktion und Sicherheit; Beachtung von Normen und Vorgaben hinsichtlich der Qualität und Sicherheit von Systemen; Fehlerdiagnose und systematische Ursachenfeststellung
  • Frei- und Übergabe von Systemen bzw. Komponenten; Experteninformationen auch unter Verwendung englischer Fachbegriffe weitergeben; Vorbereitung von Übergabeprotokollen; Dokumentation und Auswertung von Arbeitsergebnissen und Serviceleistungen; Abrechnung aller Serviceleistungen und Dokumentation aller Gerätedaten, Systeme und Dokumente

b) Prüfungsbereich Systementwurf

  • Durchführung von technischen Problemanalysen unter Beachtung der gesetzlichen und technischen Vorschriften und der Effizienz der Betriebsabläufe; Entwicklung eines Problemlösungskonzepts
  • Festlegung von Anlagenspezifikationen; Auswahl der elektrisch-technischen Komponenten; Anpassung von Schaltplänen unter Verwendung von Standardsoftware

c) Prüfungsbereich System- und Funktionsanalyse

  • Auswertung von Schaltplänen und Systemdokumenten; Auswahl eines Prüfverfahrens samt Prüfungsdokumentation und Diagnosesystem
  • Systemanalyse hinsichtlich funktioneller Zusammenhänge, Analyse und Änderung von Programmen, funktionelle Zuordnung von Signalen an Schnittstellen
  • Diagnoseauswertung, Fehlerursachen feststellen und elektrische Schutzmaßnahmen bewerten

d) Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

  • Darstellung und Bewertung allgemeiner wirtschaftlicher und sozialer Aspekte der Arbeitswelt; Kenntnis der Berufsausbildung und Weiterbildung; Arbeits- und Tarifrecht; ; Betriebsstrukturen des Ausbildungsbetriebs; Arbeits- und Gesundheitsschutz, Umweltschutz; Planung und Vorbereitung von Arbeitsprozessen sowie die Überwachung und Bewertung von Arbeitsergebnissen; Qualitätsmanagement

 

Quelle:

  • Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Elektroniker/Elektronikerin (Beschluss der Kulturministerkonferenz vom 16.05.2003)
  • Verordnung über die Berufsausbildung zum Elektroniker und zur Elektronikerin (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 32, ausgegeben zu Bonn am 30.08.2008)

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mit-teilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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