Erkennung beruflicher Qualifikationen zur Unterstützung der Arbeitskräftemobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt

A A A

Berufsbezeichnung: Kraftfahrzeugmechatroniker (Schwerpunkt Personenkraftwagen)

ID: 25212

Kompetenzniveau: EQR 4

Kraftfahrzeugmechatroniker mit dem Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik warten Fahrzeuge, die zur Beförderung von maximal neun Personen bestimmt sind. Sie prüfen die fahrzeugtechnischen Systeme, führen Reparaturen aus und rüsten die Fahrzeuge mit Zusatzeinrichtungen, Sonderausstattungen und Zubehörteilen aus.
Bevorzugt sind Kraftfahrzeugmechatroniker mit dem Schwerpunkt Personenkraftfahrzeug-technik in Reparaturwerkstätten oder bei Herstellern von Kraftwagen beschäftigt.

Voraussetzung für die Aufnahme einer dualen Ausbildung ist das Absolvieren der allgemeinbildenden Schule. Diese umfasst:
- Grundschule: Klassen 1-4 (Ausnahme: Berlin und Brandenburg: Klassen 1-6)
- Hauptschule: Klassen 5-9 oder 5-10 oder alternativ Realschule: Klassen 5-10

Die allgemeinbildende Schule wird mit einer Abschlussprüfung beendet.

Das Abschlusszeugnis, das das erfolgreiche Absolvieren der allgemeinbildenden Schule bekundet, ist entweder das Hauptschulzeugnis oder ein Realschulzeugnis. Sie sind die Voraussetzung für eine berufliche Ausbildung im dualen System.

Im Rahmen der allgemeinen Schulbildung spielt auch die Berufsorientierung in den Klassen 5-6 eine Rolle. Dabei geht es für die Schüler darum, eine Vorstellung ihrer beruflichen Zukunft zu entwickeln und sich mit verschiedenen Berufen auseinanderzusetzen.

Berufliche Qualifikationen werden durch die Ausbildung im dualen System erworben. Diese dauert 3 bis 3,5 Jahre (entspricht Klasse 10-12). Eine Berufsausbildung im dualen System bereitet die Auszubildenden unter Berücksichtigung von nationalen Ausbildungsplänen je Beruf und länderspezifischen Lehrplänen an den Berufsschulen auf eine Tätigkeit im Handwerk vor.

Voraussetzung für die Aufnahme einer dualen Berufsausbildung ist ein von Auszubildendem und Ausbildungsbetrieb unterzeichneter Ausbildungsvertrag. Mit Vorlage dieses Dokuments ist auch der Besuch der Berufsschule möglich.

Während der Berufsausbildung sind zwei Prüfungen zu absolvieren: Die Zwischenprüfung und die Abschlussprüfung. Die Abschlussprüfung wird durch einen Prüfungsausschuss abgenommen, der sich aus verschiedenen Personen von Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer und anderen derartigen Körperschaften zusammensetzt.  Die Prüfung umfasst einen Theorie- und einen Praxisteil.

 

Rahmenlehrplan

Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf Kraftfahrzeugmechatroniker/in

Lernfelder

Zeitrichtwerte

Nr.

 

1. Jahr

2. Jahr

3. Jahr

4. Jahr

1

Fahrzeuge und Systeme nach Vorgaben warten und inspizieren

80

     

2

Einfache Baugruppen und Systeme prüfen, demontieren, austauschen und montieren

100

     

3

Funktionsstörungen identifizieren und beseitigen

100

     

4

Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen durchführen

40

     

5

Inspektionen und Zusatzarbeiten durchführen

 

60

   

6

Funktionsstörungen an Bordnetz-, Ladestrom- und Startsystemen diagnostizieren und beheben

 

80

   

7

Verschleißbehaftete Baugruppen und Systeme instand setzen

 

60

   

8

Mechatronische Systeme des Antriebsmanagements diagnostizieren

 

80

   

9

Serviceaufgaben an Komfort- und Sicherheitssystemen durchführen

   

80

 

10

Schäden an Fahrwerks- und Bremssystemen instand setzen

   

80

 

Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik

11

Vernetzte Antriebs-, Komfort- und Sicherheitssysteme diagnostizieren und instand setzen

   

80

 

12

Fahrzeuge für Sicherheitsprüfungen und Abnahmen vorbereiten

   

40

 

13

Antriebskomponenten reparieren

     

80

14

Systeme und Komponenten aus-, um- und nachrüsten

     

60

 

Summe (insgesamt 1020 Std.)

320

280

280

140

Alternative Wege zum Qualifikationserwerb

In Deutschland gibt es keine alternativen Wege zur Erlangung beruflicher Qualifikationen, so wie es beispielsweise in Polen der Fall ist.

Qualifikationserwerb durch lebenslanges Lernen

Die Stufen der beruflichen Ausbildung in Deutschland:

  • berufsvorbereitende Maßnahmen – für Jugendliche, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben oder die noch nicht bereit für eine Ausbildung sind.
  • Berufsausbildung – sie gliedert sich in eine Grundausbildung und eine Spezialisierung. Die Ausbildung in den einzelnen Berufen folgt allgemeinen Ausbildungsrichtlinien
  • Anpassungsfortbildung – Ausbau und Vertiefung der beruflichen Qualifikationen. Sie sichert den Verbleib im Beruf und hilft, Qualifikationen an neue Herausforderungen anzupassen
  • Aufstiegsfortbildung – Grundlage für die Ausübung einer neuen Tätigkeit, Karrierebaustein und Sicherung einer guten Ausgangssituation auf dem Arbeitsmarkt

In vielen deutschen Bundesländern gibt es Staatliche Schulen, die dem Ziel des lebenslangen Lernens folgen. Diese Art des Erwerbs einer Berufsausbildung steht mehrheitlichen solchen Personen offen, die noch keine beruflichen Erfahrungen haben sammeln können. Schulen, in denen lebenslanges Lernen umgesetzt wird, sind: Abendgymnasien, Abendrealschulen und Kollegs. In einigen Bundesländern ist auch eine außeruniversitäre Prüfung vor einem Prüfungsausschuss möglich. Dadurch kann ein Schulabschlusszeugnis erworben werden. Die Organisation und Durchführung von Prüfungen stellt grundsätzlich eine Kompetenz der staatlichen Schulen dar (z.B. Abendschulen für Erwachsene). Private Bildungsträger haben kein Recht, diese Art von Prüfung abzunehmen und dürfen daher nur Kurse zur Prüfungsvorbereitung anbieten. Die Spanne im Bereich des lebenslangen Lernens reicht von schulischer Bildung/Zyklen für Abendschulen für Erwachsene über Abendrealschulen bis hin zu Kollegs. Die öffentlichen allgemeinbildenden Schulen, in denen nach Abschluss dasselbe Zertifikat wie in den Schulen für Jugendliche erlangt werden kann. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder Erwachsene mit abgeschlossener Berufsausbildung können sich einschreiben und nach einem drei- bis vierjährigen Kurs die Abschlussprüfung absolvieren bzw. wiederholen. 

Das Ziel von beruflicher Bildung ist es, berufliche Kompetenz zu entwickeln. Diese wird in diesem Kontext als der Wille und die Fähigkeit einer einzelnen Person verstanden, angemessen, durchdacht und in einer individuell angemessenen Art und Weise in sozialen, beruflichen und privaten Settings zu agieren. Während der 3,5-jährigen Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker (Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik) werden Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen (=fachliche Kompetenzen) vermittelt, um die Auszubildenden in die Lage zu versetzen, ihre Aufgaben selbständig zu planen, umzusetzen und auszuwerten (vgl. Rahmenlehrplan für den Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers).

Prüfungen

Die im Rahmenlehrplan festgelegten Bedingungen regeln Ziel und Inhalt der beruflichen Ausbildung und Weiterbildung und sind die Basis der Qualifikation in einem bestimmten Beruf. Die Prüfungsanforderungen sind in den Verordnungen definiert. Ausgehend von der beruflichen Erfahrung soll die Abschlussprüfung herausstellen, ob der Prüfling eine ausreichende berufliche Kompetenz erlangen konnte.

Die Abschlussprüfung besteht aus vier oder fünf Einzelprüfungen. Im Rahmen der Abschlussprüfung sollen die Prüflinge zeigen, dass sie die notwendigen Fertigkeiten erlangt haben und über das erforderliche Wissen verfügen. Außerdem sollen sie beweisen, dass sie mit den Lehrinhalten und –materialien vertraut sind. (vgl. Rahmenlehrplan)

Als Einrichtungen der Selbstverwaltung des Handwerks wurden den Handwerkskammern öffentliche Aufgaben im Bereich der dualen Berufsausbildung zugeschrieben. Neben Beratungs- und Überwachungsfunktionen sind die Kammern mit der Abwicklung der Prüfungen befasst. Sie legen Daten fest und berufen Prüfungsausschüsse, die die Prüfungen durchführen. Außerdem erstellen die Handwerkskammern Abschlusszertifikate. Die Handwerkskammern können auch Innungen mit der Durchführung von Prüfungen beauftragen. (BMBF, Duale Ausbildung auf einen Blick. Berlin 2011).

Die Aufgaben von Prüfungsausschüssen sind genau geregelt und festgeschrieben.

Prüfungsausschüsse

Handwerkskammern müssen für jeden zu prüfenden Beruf einen Prüfungsausschuss einrichten. Es ist möglich, dass mehrere Kammern gemeinsam einen Prüfungsausschuss an einer Kammer einrichten. Unter der Voraussetzung, dass diese dazu in der Lage sind, können auch Innungen mit der Prüfungsdurchführung und Bildung eines Prüfungsausschusses beauftragt werden und alle Gesellenprüfungen in ihrem Einzugsgebiet abnehmen. (vgl. Handwerk GmbH, Handicrafts Regulation act §33 Düsseldorf 2008).

Ein Prüfungsausschuss setzt sich aus je mindestens drei Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern und Vertretern von Berufsschulen zusammen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden für maximal fünf Jahre ernannt.

Um im Prüfungsausschuss mitzuwirken:
- müssen Arbeitgeber einen Meisterbrief vorweisen oder über eine Ausbildereignung gemäß AEVO verfügen.
- müssen Arbeitnehmer über eine abgeschlossene Berufsausbildung im genannten oder einem artverwandten Beruf verfügen.

Das Engagement in einem Prüfungsausschuss erfolgt ehrenamtlich. Ein Vorsitzender und ein Stellvertreter werden aus den unterschiedlichen Gruppen (Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Berufsschule) gewählt. Der Prüfungsausschuss benötigt für Abstimmungen eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

Prüfungstermine
(Handwerkskammer Erfurt,  2009)

Die zuständige Stelle (Handwerkskammer Erfurt bzw. die verantwortliche Innung) setzt üblicherweise zwei Prüfungstermine pro Jahr an, die dem Ausbildungsverlauf und dem Schuljahr angepasst sind. Die verantwortlichen Kammern oder Innungen legen die Prüfungstermine fest und veröffentlichen sie mindestens einen Monat vor Ablauf der Bewerbungsfrist. Die Veröffentlichung erfolgt mittels schriftlicher Einladungen zur Prüfung, in der über Bewerbungsfrist und –form informiert wird. Bei Überschreiten der Frist kann die Teilnahme an der Prüfung verweigert werden. Die Nutzung überregionaler Aufgabenstellungen für die schriftliche Prüfung macht eine Koordination der Termine zwischen allen Beteiligten notwendig.

Zulassung zur Prüfung
(Handwerkskammer Erfurt, 2009)

Der Auszubildende bewirbt sich innerhalb der Frist bei der zuständigen Stelle um eine Zulassung zur Prüfung. Die folgenden Dokumente müssen mit der Bewerbung eingereicht werden:
- bei Ablage einer ersten Prüfung: alle notwendigen Nachweise entsprechend der Zulassungsbedingungen
- für die Wiederholungsprüfung: Bewerbung in der fälligen Zeit und Form

Zulassungsverfahren:
- Entscheidung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bezüglich der Zulassung zur Prüfung. Im Falle einer Ablehnung durch den Vorsitzenden entscheiden alle Mitglieder des Prüfungsausschusses gemeinsam.
- Im Falle einer Zulassung zur Prüfung: Eine schriftliche Information über das Prüfungsdatum, -ort und zulässige Hilfsmittel geht dem Auszubildenden zu.
- Im Falle einer Ablehnung: Eine begründete Ablehnung geht dem Auszubildenden zu.

Die Abschlussprüfung besteht aus den Teilen 1 und 2, die zu unterschiedlichen Terminen abgelegt werden. Ziel der Abschlussprüfung ist, herauszustellen, ob der Prüfling die zur Berufsausübung notwendigen Fähigkeiten besitzt. In der Prüfung müssen die Prüflinge beweisen, dass sie die fachlichen Fähigkeiten und das fachliche Wissen besitzen und mit den Materialien umgehen können. Grundlage bildet die Prüfungsordnung. Themen, deren Beherrschung der Prüfling bereits in der Zwischenprüfung nachweisen konnte, sollen so wenig wie möglich in der Abschlussprüfung Gegenstand sein (BIBB, Prüfungsordnung für den Ausbildungsberuf des Elektronikers für Gebäude- und Energietechnik).

Der Prüfungsausschuss und Verbände erstellen die Prüfungsaufgaben auf Grundlage der Prüfungsordnung. Standardisierte überregionale Aufgaben müssen hierbei erstellt werden. Wenn die schriftliche Prüfung an einem einzigen Tag durchgeführt werden soll, darf die Prüfung eine Länge von 300 Minuten nicht überschreiten.

Die nicht-öffentliche Prüfung findet nach der erfolgreichen Bewerbung durch die Auszubildenden statt. Der Prüfungsausschuss überwacht die Prüfung. Der Prüfling muss sich ausweisen können. Nach der Belehrung und Informationen zum Ablauf der Prüfung, ihrer Dauer und zugelassenen Hilfsmitteln und Werkzeugen absolvieren die Prüflinge die Prüfung unter Aufsicht (Handwerkskammer Erfurt, Examination regulations, Erfurt 2009).

Kraftfahrzeugmechatroniker
(Quelle: Bundesgesetzblatt Jahrgang 2013 Teil I Nr. 29, Bonn 20.06.2013)

 Teil 1 der Gesellenprüfung (vor Ablauf des zweiten Ausbildungsjahrs)
(35 % der Gesamtnote)
Prüfungsbereich: Serviceauftrag
Prüfungsdurchführung:

  1. einen komplexen Arbeitsauftrag, der mehreren Kundenaufträgen entspricht
    (Zeit: 5 Stunden)  
  1. Situatives Fachgespräch, bestehend aus verschiedenen Gesprächsphasen
    (Zeit: 20 Minuten innerhalb der in Nr. 1 genannten 10 Stunden))
  1. Beantwortung schriftlicher Fragen
    (Zeit: 120 Minuten innerhalb der in Nr. 1 genannten 10 Stunden)

Teil 2 der Gesellenprüfung (am Ende der Ausbildung)
(60 % der Gesamtnote)
Prüfungsbereich:

  1. Kundenauftrag  (35 % Gewichtung)
  2. Kraftfahrzeug- und Instandhaltungstechnik (10 % Gewichtung)
  3. Diagnosetechnik (10 % Gewichtung)
  4. Wirtschaft und Sozialwissenschaft (10 % Gewichtung)

Prüfungsdurchführung:

a. Prüfungsbereich „Kundenauftrag“ (Zeit: 16 Stunden)

Überprüfen von Fahrzeugen oder Fahrzeugsystemen nach Herstellervorgaben oder straßenverkehrszulassungsrechtlichen Vorschriften, Diagnostizieren von Fehlern, Störungen und deren Ursachen an mindestens einem System, Instandsetzen von Fahrzeugen oder Fahrzeugsystemen (70% Gewichtung)

b. Prüfungsbereich „Kraftfahrzeug- und Instandhaltungstechnik“ (Zeit: 2 Stunden)
Beantwortung komplexer schriftlicher Fragen, die sich auf Kundenaufträge beziehen

c. Prüfungsbereich „Diagnosetechnik“ (Zeit: 2 Stunden)
Beantwortung komplexer schriftlicher Fragen, die sich auf Kundenaufträge beziehen

d. Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ (Zeit: 60 Minuten)
Beantwortung komplexer schriftlicher Fragen zu arbeitsbezogenen Aufgaben.

Die Prüfungsleistung des Prüflings wird von jedem Mitglied des Prüfungsausschusses unabhängig getroffen und dann durch den Ausschuss zusammengefasst. Die Ergebnisse werden dokumentiert.

 

Tabel1e 1. Bewertungsschema/Bestehensregelung

(Quelle: https://www.bibb.de/tools/berufesuche/index.php/certificate_supplement/en/kraftfahrzeugmechatroniker2013_e.pdf )

100-92 Punkte

1

Sehr gut

91-81 Punkte

2

Gut

80-67 Punkte

3

Befriedigend

66-50 Punkte

4

Ausreichend

49-30 Punkte

5

Mangelhaft

29-0 Punkte

6

ungenügend

 

Zum Bestehen der Prüfung müssen mindestens 50 Punkte erreicht werden.

Die Gesellenprüfung gilt als bestanden, wenn:

  1. die Teilprüfungen 1 und 2 mindestens bestanden wurden;
  2. die Teilprüfung 2 bestanden wurde;
  3. der Prüfungsbereich „Kundenauftrag“ (im 2. Prüfungsteil) bestanden wurde;
  4. mindestens zwei Prüfungsbereiche des 2. Prüfungsteils bestanden wurden;
  5. kein Prüfungsbereich im 2. Prüfungsteil nicht bestanden wurde.

Zusätzliche mündliche Prüfung

Auf Wunsch des Prüflings kann in einem der Prüfungsbereiche von b, c oder d des zweiten Prüfungsteils, der nicht bestanden wurde, eine mündliche Prüfung abgelegt werden. Diese dauert ca. 15 Minuten. Diese zusätzliche Prüfung, die zum Bestehen der gesamten Abschlussprüfung beitragen kann, wird wie folgt gewertet: Die Ergebnisse der ersten Prüfung und der zusätzlichen mündlichen Prüfung werden im Verhältnis 2:1 gewertet. (vgl. Prüfungsordnung)

Das Prüfungszeugnis besteht aus (Handwerkskammer Erfurt, Examination regulations, Erfurt 2009):

Die offizielle Bezeichnung:

  1. „Prüfungszeugnis nach § 31 HwO (Handwerksordnung)‚ oder
  2. „Prüfungszeugnis nach § 42i Absatz 3 in Verbindung mit § 31 Artikel 2 HwO‚ oder
  3. „Prüfungszeugnis nach § 37 Absatz 2 BBiG‚ oder
  4. „Prüfungszeugnis nach § 62 Absatz 3 BBiG in Verbindung mit § 37 Artikel 2 BBiG‚
  • Angaben zur Person des Prüflings (Name, Vorname, Geburtsdatum)
  • Beschreibung des Ausbildungsberufs inklusive fachlicher Schwerpunkte, die im Rahmenlehrplan ausgewiesen sind
  • Das Gesamtprüfungsergebnis und die Ergebnisse in den einzelnen Teilprüfungen
  • Datum der Prüfung
  • Name (Faksimile) oder Unterschrift des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und des Vertreters der Handwerkskammer oder der Innung (samt Siegel)

Weitere eigenständige Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich (§ 23 Absatz 2 Artikel 2) können ohne Angabe des Prüfungsergebnisses im Prüfungszeugnis ausgewiesen werden.

Auf Nachfrage des Prüflings:

  • Englische oder französische Übersetzung des Prüfungszeugnisses
  • Die Ergebnisse jeder einzelnen Teilprüfung in der Berufsschule können mit aufgeführt werden (§ 31 Absatz 3 HwO und §37 Absatz 3 BBiG)

HINWEIS! Diese Seite benutzt Cookies und ähnliche Anwendungen.

Wenn Sie Ihre Browser Einstellungen nicht ändern, erklären Sie sich damit einverstanden.

Ich bin einverstanden