Erkennung beruflicher Qualifikationen zur Unterstützung der Arbeitskräftemobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt

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Beruf

Reihe von Aufgaben (Aktivitäten) als Folge der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, kontinuierlich oder mit geringfügigen Änderungen von Einzelpersonen ausgeübt, erfordert entsprechende Qualifikationen und Kompetenzen (Kenntnisse, Fähigkeiten und soziale Kompetenz) gewonnen im Laufe der Ausbildung oder Praxis. Die Berufsausübung ist eine Einkommensquelle.

Spezialisierung

Das Ergebnis sozial motivierter Arbeitsteilung im Arbeitskontext eines bestimmten Berufs. Spezialisierung beschreibt die Ausübung eines bestimmten Teils der berufsspezifischen Aufgaben, die tieferes oder erweitertes Wissen und Fertigkeiten bedürfen. Diese können im Rahmen von Weiterbildung oder Arbeitserfahrung erworben werden.

Berufliche Aufgabe

logischer Teil oder eine Phase der Arbeit innerhalb des Berufs mit einem klar definierten Anfang und Ende, der sich nach Art und Weise der Ausübung der beruflichen Tätigkeiten unterscheidet und auf ein einziges Ziel bezogen ist, mit einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Entscheidung abgeschlossen.

Berufliche Kompetenzen

alles, was Arbeitnehmer/in weiß, versteht und in der Lage ist zu tun – entsprechend der Arbeitsstelle. Sie werden in drei Kategorien beschrieben: Kenntnissen, Fähigkeiten und Sozialkompetenzen

Berufliche Qualifikation

das formale Ergebnis eines Beurteilungs- oder Validierungsprozesses, nachdem eine dafür zuständige Stelle festgestellt hat, dass die Lernergebnisse einer Einzelperson den vorgegebenen Standards entsprechen

Berufliche Standard-Kompetenzen

Eine Norm hinsichtlich beruflicher Kompetenzen, die notwendig sind, um die Aufgaben, die einen Beruf auszeichnen, ausführen zu können. Die Normen werden von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sowie Fachverbänden, Sozialpartnern und anderen festgelegt.

Wissen

Sammlung von Faktenbeschreibungen, Grundsätzen, Theorien und Praxis in einem Lern- oder Arbeitsbereich, erworben im Laufe des Lernprozesses

Fertigkeiten

Fähigkeit zur Ausführung von Aufgaben und Lösung von Problemen, die dem Lerngebiet oder dem Berufsfeld entsprechen.

Soziale Kompetenzen

Fähigkeit der Gestaltung der Eigenentwicklung sowie einer selbstständigen und verantwortungsvollen Teilnahme an Berufs- und Sozialleben, unter Berücksichtigung des ethischen Kontextes des eigenen Verhaltens.

Schlüsselkompetenzen

Der Grundstock an Kenntnissen, Fertigkeiten und Einstellungen, die alle Menschen für ihre persönliche Entfaltung und Entwicklung, aktive Beteiligung an der Gesellschaft, soziale Integration und Beschäftigung benötigen

Europäischer Qualifikationsrahmen

ein gemeinsames europäisches Referenzsystem, das die verschiedenen nationalen Qualifikationssysteme und -rahmen miteinander verknüpft. In den Europäischen Qualifikationsrahmen unterscheidet man acht Qualifikationsniveaus, die mit Hilfe von den Anforderungen an die Lernergebnisse bestimmt werden.

Nationaler Qualifikationsrahmen

ein Instrument zur Klassifizierung von Qualifikationen anhand eines Bündels von Kriterien zur Bestimmung des jeweils erreichten Lernniveaus; Ziel ist die Integration und Koordination nationaler Qualifikationsteilsysteme und die Verbesserung der Transparenz, des Zugangs, des fortschreitenden Aufbaus und der Qualität von Qualifikationen im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und die Zivilgesellschaft. In Polen funktioniert NQR unter dem Begriff PQR.

 


Source: Based RECOMMENDATION OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL of 23 April 2008 on the establishment of the European Qualifications Framework for lifelong learning (Text with EEA relevance), (2008/C 111/01);


RECOMMENDATION OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL of 18 June 2009 on the establishment of a European Credit System for Vocational Education and Training (ECVET) (Text with EEA relevance), (2009/C 155/02).

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